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Zeitgemäße Stöcke-Poles, abgestimmt auf die speziellen Bedürfnisse des Nordic Walking,
bestehen aus einer Carbon-Glasfasermischung oder auch aus Aluminium. Längenverstellbar,
stufenlos oder in 5 cm Schritten, oder auch in festen Längen (ebenfalls
in 5 cm Schritten auf dem Markt) versehen mit speziellen Handschlaufen
und Spitzen, zeichnen sie sich durch folgende Eigenschaften aus: geringes Gewicht, Stabilität, Vibrationsarmut und Langlebigkeit.
Verschleißteile: abnehmbare Gummikappen (Asphalt-Pads)
für harten/glatten Boden Hartmetallspitzen
für weichen/unebenen Boden Griff (Grip) (Kork
oder spezielles Plastikmaterial) Handschlaufensystem
(Strap) Alle Einzelteile können
auch einzeln nachgekauft werden....................................................................
Aus dem bisher Genannten ergibt
sich eigentlich schon, warum Nordic Walking Stöcke ihren Preis haben.
Es handelt sich um Sportgeräte, nicht um Astmaterial, das man im
Wald aufgelesen hat. Nordic-Walking-Stöcke
sollen den Oberkörper stützen, die Arme möglichst wenig
belasten, die Beine entlasten, den ganzen Körper bei der Vorwärtsbewegung
unterstützen und die Koordinat ionsfähigkeit verbessern. Auftretende Vibrationen werden durch die Stöcke aufgefangen . Dies
geschieht entweder durch die Materialmischung selbst oder durch spezielle
Federung. Es ist also leicht zu erkennen,
warum Opas Spazierstock, Skistöcke oder selbstgeschnitzte Weidenstöcke
nicht so recht taugen, um damit unsere Sportart sinnvoll und effektiv
zu betreiben. Schnelligkeit spielt hierbei
überhaupt noch keine Rolle - Der flüssige Bewegungsablauf
ist das Entscheidende.
Ob feste Stocklänge oder längenverstellbar, ob extrem leicht
(und damit auch teurer - oder "nur" leicht
ist eine Frage individueller Bedürfnisse. Benutzen
verschiedene Personen die Stöcke oder Kinder, die noch wachsen? Oder
will man die Stöcke im Gepäck mitnehmen? Dann sind längen- verstellbare
Stöcke die richtige Entscheidung. Will man auf langen Strecken auf Zeit walken, indem man beispielsweise
an Volksläufen teilnimmt, so spielt das Gewicht eine Rolle. Auch Form und Art der Griffe oder Schlaufen sind sehr stark Ansichtssache.
Am besten ausprobieren !! Bekannte Firmen sind: Exel,
Kwik, Leki, Lenhart, Swix und
Komperdell.
Die Handschlaufen (sie
sollen eine Bezeichnung tragen, die den linken vom rechten Stock unter- scheidet )
werden an der Hand mit Hilfe des Keils oben am Griff so fixiert, dass
der Stock bei ausgestrecktem Arm frei in der Luft hängt. Die Blutzirkulation
der Hand darf nicht behindert werden.
Wer sehr empfindliche Haut zwischen Daumen und Zeigefinger hat, sollte
sich ( für den Winter sowieso ) spezielle Nordic Walking-Handschuhe
zulegen.
Länge der Stöcke : Sie wird durch die eigene Körperlänge bestimmt.
Formel A : Stöcke am Griff umfassen und senkrecht vor sich hin stellen. Wenn der Winkel von Oberarm zu Unterarm 90° beträgt, hat man die richtige Stocklänge. Der Winkel sollte nicht kleiner als 90° sein.
Formel B : Körperlänge
x 0,66 = Stocklänge
...................................................Beide
Formeln sind Anhalte !.....................................................
Welche
Stocklänge ist beim Nordic Walking die richtige?
Nicht nur an der Körperhaltung
wird ständig gefeilt, auch die Diskussion um die optimale Stocklänge
wird schon seit längerem geführt. Bis vor kurzem hieß es: Körperlänge x 0,7 ergebe die passende
Stocklänge. Jetzt heißt es, der Faktor 0,68, ja 0,66 sei das Maß.
Ergonomische Bewegungsflüsse
beim Nordic Walking lassen sich aus sportmedizinischer und wissen- schaftlicher
Sicht noch wesentlich optimieren. So eine Aussage des VDNOWAS zu unserer
Anfrage, welche Stocklänge die richtige sei. Das ist sicherlich gut
gesagt, aber: Wie ist denn die sportmedizin sche und wissenschaftliche
Sicht? Welches Institut, welche Universität, welches Fachpersonal
hat bislang wissenschaftliche Erkenntnisse produziert, die nachprüfbar
sind, auf anerkannten Arbeits-methoden beruhen und als allgemeingültig
betrachtet werden können, also auf einer genügenden Anzahl von
Beobachtungen beruhen?
Weiter gefragt: Wenn sich Bewegungsflüsse beim Nordic Walking noch
wesentlich optimieren lassen, warum wird nicht gesagt wie? Woran mangelt
es? Liegt es daran, dass das Interesse der Öffentlichkeit, der Wissenschaft,
der Industrie nicht groß genug ist, also kein Druck aufgebaut wird
und auch keine genügende Gewinnerwartung oder Profilierungsmöglichkeit
besteht? Arbeitet man ernsthaft dran, hat aber noch nicht genügend
gesicherte Erkenntnisse? Wer arbeitet woran, wann ist mit Ergebnissen
zu rechnen? Das mag alles so sein, wahrscheinlich ist es von allem ein wenig.
Es stellt sich ja auch die
Frage: Ist das alles eigentlich so wichtig? Spielen fünf Zentimeter
Unterschied bei der Stocklänge eine wirklich große Rolle? Genau das ist es ja, was uns die Fachleute sagen sollen - und zwar ausreichend
begründet. Die Antwort sollte man sicherlich nicht aus dem Bauch
heraus geben. Wenn man einen wirklich flüssigen, ökonomischen, effektiven
und eventuell auch leistungsorientierten Bewegungsablauf erzielen will,
ohne dass sich durch schlechte Konstruktion möglicherweise über
die Zeit gesehen ein körperlicher Schaden einstellt, dann muss man
sich schon mit Material versorgen, das nach heutigen Maßstäben
optimiert ist. Dafür gibt der Verbraucher ja schließlich nicht unerhebliche
Summen aus.
Die Kernfrage lautete: Welche Stocklänge passt zu welcher Körperlänge? Erwartungsgemäß
haben nicht alle Adressaten geantwortet und Umfang sowie Aussagekraft
waren durchaus unterschiedlich. Zur optimalen
Stocklänge, möchte ich folgende Aussagen
treffen : Mit der Industrie hat die
Bestimmung der Stocklänge gar nichts zu tun, denn der VDNOWAS hat zwar
Industriepartner, die aber bei der Erstellung der Ausbildungsunterlagen,
sowie bei technischen Ausführungen kein Mitspracherecht haben.
Nordic Walking ist eine
so junge Sportart/ Bewegungsform, und wir werden noch einige Veränderungen
bezüglich der optimalen Gehtechnik und des optimalen Materials
erwarten dürfen. Ich möchte nur an den alpinen Skilauf erinnern,
wo sich die Skilänge, Skitechnik etc. drastisch verändert
hat. Wir sehen solche Entwicklungen außerordentlich positiv!
Die Bestimmung der richtigen
Stocklänge über den Oberarm- Unterarmwinkel ist in etwa in
Ordnung. Der Winkel ist maximal 90°, d.h. eher leicht abfallender
Unterarm. Wir haben an uns selbst, an unseren Mastertrainerkollegen,
sowie ca.600 Endverbrauchern festgestellt, dass die
richtige Stocklänge
immens wichtig ist, um: einen runden Bewegungsablauf
zustande zubringen.Einen effektiven Stockeinsatz
und Armzug zu leisten, ohne den natürlichen Beweg- ungsspielraum
hinsichtlich der Schrittlänge zu verlassen.Die Belastung auf den passiven
Bewegungsapparat maximal zu reduzieren. Der Aussage, dass eher
sportliche Nordic Walker längere Stöcke gehen, als Einsteiger
können wir nicht zustimmen. Nur bei der richtigen Stocklänge
kann ein effektiver Armzug mit möglichst langer Bodenkontaktzeit
erfolgen, was eine Kräftigung der Rumpfmuskulatur und somit eine
Erhöhung der Herzfrequenz zur Folge hat. Nach all unserem momentanem
Wissen empfehlen wir und der VDNOWAS als optimale Stocklänge: Körperlänge
x 0,66... " In diese Richtung zielen auch
die anderen Stellungnahmen, die wir erhalten haben. Ob es nun Mastertrainer,
Basic Instructoren und Ausbilder/-innen anderer Verbände, erfahrene
Walker und Walkerinnen, Verbände (VDNOWAS ,INWA, DNV), Hersteller (Campra,
Exel, Leki) waren, die Tendenz war eindeutig, gerade bezogen auf Anfänger.
Natürlich ist entscheidend, wie jemand mit einer bestimmten Stocklänge
zurecht kommt. Das läßt sich aber sicherlich nach fünf
Minuten Gebrauch bei einem völligen Anfänger noch nicht so recht
feststellen. Festzuhalten ist auch, dass
die bei uns eingegangenen Stellungnahmen keinen repräsentativen Querschnitt
darstellen und keinesfalls als Beweis, feste Richtschnur oder gar als
wissenschaftlich fundiert angesehen werden dürfen. Es sieht jedoch so aus, dass der Trend zu etwas kürzen Stöcken
hingeht. Wer mit Faktor 0,7 gut zurecht kommt, braucht seine darauf abgestimmten
nicht längen- verstellbare Stöcke sicherlich nicht wegzuwerfen. Ein Neuling, der nicht die Möglichkeit hat, verschiedene Längen
auszuprobieren, ist wohl nach den oben genannten Erkenntnissen mit dem
Faktor 0,66 bis 0,68 nicht schlecht beraten. Beispiel:
Bei einer Körperlänge von 1,81 m ergibt sich mit Faktor 0,66
eine Stocklänge von 1,19 m.
Bei einer Körperlänge von 1,81 m ergibt sich mit Faktor 0,68
eine Stocklänge von 1,23 m.
Beide Stocklängen gibt
es so nicht zu kaufen oder einzustellen, es sei denn, man sägt sie
sich zurecht. Man muss also in jedem Fall auf- oder abrunden. Im Endeffekt
landet man bei 1,20 m bzw. 1,25 m. Ob diese fünf Zentimeter Unterschied
wirklich gravierend sind? Es kann wohl bezweifelt werden. Ich selbst habe meine nichtlängenverstellbaren Stöcke noch mit
Faktor 0,7 (1,81 m Körperlänge) gekauft. Es ergibt sich 1,27
m. Ich kam mit 1,30 m Stöcken gut klar. Ich habe jetzt mal eine (noch
nicht sehr lange) Weile mit 1,20 m Stöcken gearbeitet und bisheriger
Eindruck ist, dass der Bewegungsablauf flüssiger ist. Aber: Das ist
eine Einzelmeinung, jeder fühlt anders. Das Verhältnis Armlänge
zu Schulter - Boden - Distanz ist sicherlich auch nicht bei jedem Menschen
gleich. Die Richtlinie mindestens "rechter
Winkel Ober- zu Unterarm" bei senkrechter Stockhaltung ergibt die
richtige Stocklänge" ist weiterhin wohl nicht verkehrt. Der VDNOWA publiziert in seinen
neuesten Ausbildung- sunterlagen den Faktor 0,66. Dr. Erwin Gollner, NWO Austria,
von der Nordic Walking Akademie Bad Tatzmannsdorf teilt mit, dass die
Akademie dabei sei, mit einem Forschungspartner die biomechanischen Belastungen
beim Nordic Walking näher unter die Lupe zu nehmen. So soll auch
die Thematik der richtigen Stocklänge angesehen werden. Ergebnisse
sollen auf dem Nordic Walking Kongress am 03.04.2004 in Bad Tatzmannsdorf
vorgestellt werden.Nordic Walking ist eine noch
junge sportliche Bewegungsart. Spezielle fundierte wissenschaftliche Untersuchungen
sind noch spärlich gesät, Solange es keine deutlichen Erkenntnisse gibt, sind wir auf praktische
Erfahrungen, Meinungen und auch Gefühl angewiesen, was ja auch eine
Menge wert ist. Griffe: Auch bei den Griffen geht die
Entwicklung weiter. Neben Kork- und Plastikgriffen gibt es inzwischen
auch ergonomisch geformte Griffe. Eine besondere Variante hat die Firma ERGOFIT
aus Österreich entwickelt, um einen optimalen Stockeinsatz zu gewährleisten.
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